Rechtsgebiet

Online-Marketing für Kanzleien im Arbeitsrecht

Im Arbeitsrecht beginnt mit dem Zugang einer Kündigung eine Frist von drei Wochen. Wer in dieser Zeit sucht, sucht dringend – und ruft die Kanzlei an, die er zuerst findet und der er vertraut.

Teilweise ohne Werbebudget Teilweise Budget nötig Aktualisiert am 12 Min. Lesezeit von Miklós Bognár

Was diese Seite Ihrer Kanzlei bringt

Ein typisches Beispiel: Ein Freitagnachmittag. Ein Mann, 52 Jahre, seit 19 Jahren im selben Betrieb, bekommt ein Schreiben von der Personalabteilung. Auf dem Heimweg sucht er im Auto „Kündigung nach 19 Jahren was tun“, abends „Abfindung berechnen“, am Samstagmorgen „Anwalt Arbeitsrecht [Stadt] Termin“.

Gut möglich, dass er am Montag einen Termin hat – bei der Kanzlei, die am Wochenende erreichbar war und deren Website seine Fragen beantwortet hat. Diese Seite zeigt, wie Ihre Kanzlei in diesen entscheidenden Tagen sichtbar und erreichbar sein kann, welche Maßnahmen Werbebudget brauchen und welche vor allem Zeit und Know-how kosten.

Die Zahlen hinter dem Rechtsgebiet

Arbeitsrecht ist das größte Fachgebiet der deutschen Anwaltschaft: Zum 1. Januar 2026 führten 11.253 Anwältinnen und Anwälte den Fachanwaltstitel für Arbeitsrecht (BRAK-Statistik zum 1. Januar 2026 (externer Link)).

Auch die Nachfrage ist groß. Ein Beispiel aus der amtlichen Statistik: In Bayern wurden 2024 bei den Arbeitsgerichten 45.104 Klagen erledigt, davon betrafen 20.303 – also rund 45 Prozent – Kündigungen (Bayerisches Landesamt für Statistik, Arbeitsgerichte 2024 (externer Link)). Dazu kommen alle Fälle, die außergerichtlich geklärt werden: Aufhebungsverträge, Abmahnungen, Zeugnisse, Vergütungsfragen.

Wie Mandanten im Arbeitsrecht suchen

Im Arbeitsrecht gibt es zwei sehr unterschiedliche Zielgruppen. Entscheiden Sie bewusst, für wen Sie sichtbar sein wollen – oder trennen Sie beide klar auf Ihrer Website.

ZielgruppeTypische SuchenDringlichkeit
Arbeitnehmer, gekündigt„Kündigung erhalten was tun“, „Kündigungsschutzklage Frist“, „Anwalt Kündigung [Stadt]“sehr hoch
Arbeitnehmer, Aufhebungsvertrag„Aufhebungsvertrag unterschreiben ja oder nein“, „Aufhebungsvertrag Sperrzeit“hoch
Arbeitnehmer, Abfindung„Abfindung berechnen“, „Abfindung wie viel Monatsgehälter“hoch
Arbeitnehmer, laufendes Verhältnis„Abmahnung erhalten“, „Arbeitszeugnis Formulierungen“, „Überstunden nicht bezahlt“mittel
Arbeitgeber„Mitarbeiter kündigen richtig“, „Kündigungsfristen Arbeitgeber“, „Anwalt Arbeitsrecht Arbeitgeber [Stadt]“mittel

Arbeitnehmer suchen lokal, schnell und oft am Handy. Arbeitgeber suchen häufiger am Bürorechner, informieren sich gründlicher und erwarten eine längerfristige Zusammenarbeit. Für diese Zielgruppe lohnen sich Microsoft Ads und Fachbeiträge auf LinkedIn besonders.

Rechtliche Eckpunkte, die das Suchverhalten prägen

  • Drei-Wochen-Frist: Wer geltend machen will, dass eine Kündigung unwirksam ist, muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung Klage beim Arbeitsgericht erheben (§ 4 KSchG (externer Link)). Diese Frist ist der Grund, warum Arbeitsrecht so stark auf schnelle Erreichbarkeit setzt.
  • Kündigungsschutz: Er greift, wenn das Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat und weitere Voraussetzungen vorliegen (§ 1 KSchG (externer Link)).
  • Schriftform: Kündigung und Auflösungsvertrag brauchen die Schriftform, die elektronische Form ist ausgeschlossen (§ 623 BGB (externer Link)). „Kündigung per WhatsApp gültig?“ ist eine überraschend häufige Frage.
  • Abfindung: Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nur in bestimmten Fällen. Bei betriebsbedingter Kündigung mit entsprechendem Hinweis des Arbeitgebers beträgt die Abfindung 0,5 Monatsverdienste pro Beschäftigungsjahr (§ 1a KSchG (externer Link)). Diese Formel ist auch die bekannte Faustregel, nach der viele Menschen suchen.
  • Kündigungsfristen: Sie verlängern sich für Kündigungen durch den Arbeitgeber mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit (§ 622 BGB (externer Link)).
  • Kosten: In der ersten Instanz trägt jede Partei ihre Anwaltskosten selbst, auch wenn sie gewinnt. Darauf muss vor Abschluss der Vereinbarung hingewiesen werden (§ 12a ArbGG (externer Link)). Eine ehrliche Erklärung dazu gehört auf jede Arbeitsrechtsseite.
  • Sperrzeit: Wer das Arbeitsverhältnis selbst ohne wichtigen Grund löst, etwa durch einen Aufhebungsvertrag, muss mit einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld rechnen, in der Regel zwölf Wochen (Bundesagentur für Arbeit, Merkblatt für Arbeitslose (externer Link)).

Kanal 1: Suchanzeigen für akute Anliegen

Kaum ein Rechtsgebiet ist so gut für Suchanzeigen geeignet wie das Arbeitsrecht: Die Absicht ist klar, die Zeit drängt, der Wert eines Mandats ist oft hoch.

Kampagnen nach Anliegen trennen:

  • Kündigung: „Anwalt Kündigung [Stadt]“, „Kündigungsschutzklage Anwalt“, „Kündigung erhalten Anwalt“
  • Abfindung: „Abfindung Anwalt [Stadt]“, „Abfindung verhandeln Anwalt“
  • Aufhebungsvertrag: „Aufhebungsvertrag prüfen lassen“

Ausschließende Begriffe für den Start:

  • muster, vorlage, formulieren, selbst schreiben
  • jobs, stellenangebote, gehalt, ausbildung, studium
  • „arbeitgeber“ in einer reinen Arbeitnehmerkanzlei (und umgekehrt „arbeitnehmer“)
  • steuer, wenn Sie keine steuerliche Beratung zur Abfindung anbieten

Beispiel für eine sachliche Anzeige:

Kündigung erhalten? Kanzlei für Arbeitsrecht in [Stadt] Für die Klage bleiben drei Wochen. Wir prüfen Ihre Kündigung und erklären Ihre Optionen. Termine kurzfristig, auch per Video.

Wichtig: Die Anzeigenzeiten sollten zu Ihrer Erreichbarkeit passen. Wer Anzeigen am Wochenende schaltet, aber erst am Montag zurückruft, bezahlt für Klicks, die zur Konkurrenz gehen. Ein Rückrufversprechen „innerhalb von 24 Stunden“ nur machen, wenn Sie es auch halten.

Die Klickpreise im Arbeitsrecht gehören zu den höheren. Ermitteln Sie sie für Ihre Region mit dem Keyword-Planer (externer Link) und rechnen Sie mit der Formel auf der Seite Google Ads und Microsoft Ads.

Kanal 2: Das Google-Unternehmensprofil

Bei „Anwalt Arbeitsrecht [Stadt]“ entscheidet die Karte. Pflegen Sie die spezifische Kategorie für Arbeitsrecht als Hauptkategorie, falls sie Ihren Schwerpunkt trifft (Google Hilfe: Unternehmenskategorie (externer Link)), und legen Sie Leistungen einzeln an: Kündigungsschutz, Abfindung, Aufhebungsvertrag, Abmahnung, Arbeitszeugnis, Beratung für Arbeitgeber.

Besonders wichtig im Arbeitsrecht: aktuelle Öffnungszeiten und eine erreichbare Telefonnummer. Wer bei einer Fristsache nur den Anrufbeantworter erreicht, ruft die nächste Kanzlei an. Mehr unter Local SEO und Google-Unternehmensprofil.

Kanal 3: Ratgeber, die Fristen und Optionen erklären

Ein Themenplan für Arbeitsrechtskanzleien:

  1. Hauptseite: „Arbeitsrecht in [Stadt]“ – mit klarer Trennung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
  2. Kernthemen: Kündigung, Kündigungsschutzklage, Abfindung, Aufhebungsvertrag, Abmahnung, Arbeitszeugnis.
  3. Einzelfragen, zum Beispiel:
    • Kündigung erhalten: die ersten fünf Schritte
    • Drei-Wochen-Frist: Wann beginnt sie, wann endet sie?
    • Abfindung: Gibt es einen Anspruch?
    • Aufhebungsvertrag: Sperrzeit vermeiden
    • Kündigung in der Probezeit
    • Was kostet ein Anwalt im Arbeitsrecht? (mit Hinweis auf § 12a ArbGG)
    • Ist eine Kündigung per E-Mail oder WhatsApp wirksam?

Beginnen Sie jeden Artikel mit der Antwort. Zum Beispiel: „Gegen eine Kündigung können Sie innerhalb von drei Wochen nach Zugang Klage erheben. Danach gilt die Kündigung in der Regel als wirksam.“ Dann folgen Einzelheiten, Ausnahmen und der Weg zur Kanzlei.

Kanal 4: KI-Sichtbarkeit

Arbeitsrechtliche Fragen gehören zu denen, die Menschen besonders oft einer KI stellen: „Steht mir eine Abfindung zu?“ oder „Was muss ich nach einer Kündigung tun?“. Wenn Ihre Inhalte diese Fragen klar und mit Quellen beantworten, steigt die Chance, dass KI-Systeme Ihre Kanzlei nennen oder verlinken. Testen Sie monatlich mit festen Fragen, wie auf der Seite KI-Sichtbarkeit beschrieben.

Lead-Magnete im Arbeitsrecht

Lead-MagnetWarum er wirktHinweis
Abfindungsrechner (0,5 Monatsgehälter pro Jahr)beantwortet die häufigste Frage sofortals Faustformel kennzeichnen, kein Anspruch
Fristenrechner Kündigungsschutzklagezeigt das letzte Datum für die Klagedeutlicher Hinweis: im Zweifel sofort beraten lassen
Kündigungsfristenrechner nach § 622 BGBfür Arbeitnehmer und Arbeitgeber nützlichTarifverträge und Arbeitsverträge können abweichen
Checkliste „Kündigung erhalten – was jetzt?“gibt Halt und führt zum Anrufals Seite und zum Ausdrucken

Jedes Werkzeug muss ehrlich sein: Ein Rechner gibt eine Orientierung, er ersetzt keine Prüfung im Einzelfall. Gerade beim Fristenrechner sollte unübersehbar stehen, dass bei Unsicherheit sofort Kontakt aufgenommen werden sollte.

Die Rechtsgebietsseite: was sie braucht

  • Eine Überschrift, die das dringendste Anliegen aufgreift: „Kündigung erhalten? Wir prüfen sie für Sie.“
  • Die Drei-Wochen-Frist gleich zu Beginn, verständlich erklärt.
  • Getrennte Einstiege für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
  • Die zuständigen Anwältinnen und Anwälte mit Foto und Fachanwaltstitel, falls verliehen.
  • Eine ehrliche Kostenerklärung inklusive des Hinweises auf § 12a ArbGG und auf Rechtsschutzversicherungen.
  • Telefon, Rückrufbitte und Videotermin – auf dem Handy ohne Scrollen sichtbar.

Berufsrecht: Worauf Arbeitsrechtskanzleien achten sollten

  • Keine Erfolgsversprechen. „Wir holen Ihre Abfindung“ oder „mindestens ein Monatsgehalt pro Jahr“ sind unzulässige Versprechen. Sachlich ist: „Wir prüfen, ob eine Abfindung in Betracht kommt.“
  • Widerstreitende Interessen. Wer einen Arbeitgeber in einer Sache berät, darf nicht dessen Arbeitnehmer in derselben Sache vertreten (§ 43a Abs. 4 BRAO (externer Link)). Kanzleien, die beide Seiten beraten, sollten das intern sauber prüfen – und in der Werbung klar sein.
  • Fachanwaltstitel und Schwerpunkte nur entsprechend § 7 BORA (externer Link).
  • Werbung bleibt sachlich und zielt nicht auf einen Auftrag im Einzelfall (§ 43b BRAO (externer Link)). Eine Suchanzeige an alle, die nach „Kündigung Anwalt“ suchen, ist etwas anderes als das gezielte Anschreiben eines bestimmten gekündigten Arbeitnehmers.

Diese Hinweise sind allgemeine Informationen und ersetzen keine rechtliche Prüfung im Einzelfall. Klären Sie Zweifelsfälle mit Ihrer Rechtsanwaltskammer.

Eine typische Persona im Arbeitsrecht

MerkmalBeispiel
PersonSachbearbeiterin, 47 Jahre, 14 Jahre im Unternehmen
AnlassAngebot eines Aufhebungsvertrags mit Abfindung, Antwort bis Freitag gewünscht
Erste Suche„Aufhebungsvertrag unterschreiben Nachteile“
Größte SorgeSperrzeit beim Arbeitslosengeld, zu niedrige Abfindung, Druck durch den Arbeitgeber
Was sie brauchtschnelle Prüfung vor Freitag, verständliche Erklärung von Sperrzeit und Abfindung
Bevorzugter KontaktAnruf in der Mittagspause, Termin am frühen Abend

Die Persona zeigt: Viele arbeitsrechtliche Anfragen haben eine eigene, künstliche Frist – etwa eine vom Arbeitgeber gesetzte Antwortfrist. Ein Hinweis wie „Aufhebungsvertrag bis Freitag unterschreiben? Lassen Sie ihn vorher prüfen“ trifft genau diese Situation.

Arbeitgeber als Zielgruppe: langfristige Mandate

Arbeitgebermandate entstehen anders als Arbeitnehmermandate. Unternehmen suchen selten in der akuten Krise nach einer Kanzlei, sondern meist dann, wenn ein Problem absehbar ist oder die bisherige Beratung nicht mehr passt. Sie bleiben dafür oft jahrelang.

Was hier wirkt:

  • Fachbeiträge für Personalverantwortliche: rechtssicher kündigen, Abmahnung richtig formulieren, Arbeitszeiterfassung, Befristungen, Änderungen durch neue Gesetze.
  • Regelmäßige Veranstaltungen: kurze Online-Seminare zu aktuellen Themen, etwa nach wichtigen Urteilen des Bundesarbeitsgerichts.
  • Ein gepflegtes LinkedIn-Profil der Anwältinnen und Anwälte mit eigenen Beiträgen.
  • Microsoft Ads mit Gebotsanpassung für Personalverantwortliche und Geschäftsführer (Microsoft Learn: LinkedIn-Ausrichtung (externer Link)).

Auch Betriebsräte sind eine eigene Zielgruppe mit eigenen Fragen, etwa zu Mitbestimmung, Betriebsvereinbarungen oder Schulungen. Wer Betriebsräte berät, sollte eigene Seiten dafür anbieten.

Saisonale Muster und Anlässe

Im Arbeitsrecht gibt es wiederkehrende Anlässe, auf die Sie Inhalte und Anzeigen vorbereiten können:

  • Wirtschaftliche Krisen und Stellenabbau in Ihrer Region: Wenn ein großer Arbeitgeber Entlassungen ankündigt, steigen die Suchen sprunghaft. Eine schnell veröffentlichte, sachliche Informationsseite kann viel bewirken.
  • Jahreswechsel und Quartalsenden: Viele Kündigungen und Aufhebungsverträge werden zu bestimmten Stichtagen ausgesprochen.
  • Gesetzesänderungen und Urteile: Neue Regeln, etwa zur Arbeitszeiterfassung, lösen Suchen bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern aus.

Mit Google Trends (externer Link) sehen Sie, wann Suchbegriffe in Ihrem Bundesland besonders gefragt sind.

Die häufigsten Fehler im Arbeitsrechts-Marketing

FehlerFolgeBesser so
Erreichbarkeit nur zu BürozeitenFristsachen gehen an die KonkurrenzRückruf am selben Tag, Abendtermine
Abfindungsversprechen in Anzeigenunzulässig und enttäuschend„Wir prüfen, ob eine Abfindung in Betracht kommt“
Keine Erklärung zu den KostenUnsicherheit verhindert den Anruf§ 12a ArbGG und Rechtsschutz erklären
Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf einer Seite vermischtunklare Botschaft, mögliche Konfliktegetrennte Einstiege
Breite Anzeigen auf „Arbeitsrecht“teure Klicks von Studierenden und Neugierigengezielte Begriffe nach Anliegen

Was Sie monatlich messen sollten

  • Anfragen nach Anliegen: Kündigung, Aufhebungsvertrag, Abfindung, Abmahnung, Zeugnis, Arbeitgeberberatung.
  • Kosten pro Anfrage aus Anzeigen, getrennt nach Kampagne und Wochentag.
  • Erreichbarkeit: Wie viele Anrufe wurden nicht angenommen, wie schnell wurde zurückgerufen?
  • Klicks aus der Search Console auf Ihre Ratgeber zur Drei-Wochen-Frist und zur Abfindung.
  • Anteil Arbeitgebermandate: Er zeigt, ob Ihre Fachbeiträge für Unternehmen wirken.

Wenn in Ihrer Region Stellen abgebaut werden

Kündigt ein großer Arbeitgeber in Ihrer Stadt einen Stellenabbau an, suchen oft innerhalb weniger Tage viele Menschen nach Rat. Kanzleien, die dann schnell und sachlich informieren, können Vertrauen und Mandate gewinnen. Eine kurze Checkliste für solche Situationen:

  1. Informationsseite veröffentlichen: Was bedeutet ein Stellenabbau für Beschäftigte? Was ist ein Sozialplan, was ein Interessenausgleich? Welche Fristen gelten nach einer Kündigung?
  2. Sachlich bleiben: Keine Namen von Unternehmen in Anzeigen, keine Panikmache, keine Versprechen zu Abfindungen.
  3. Erreichbarkeit erhöhen: Zusätzliche Telefonzeiten, Abendtermine, Videoberatung.
  4. Google-Profil nutzen: Ein kurzer Beitrag zu den wichtigsten Rechten bei Kündigung.
  5. Anzeigen prüfen: Budget für „Anwalt Kündigung [Stadt]“ vorübergehend erhöhen, Suchbegriffbericht täglich kontrollieren.

Beachten Sie dabei die Grenze des § 43b BRAO: Informieren Sie alle, die suchen. Schreiben Sie nicht gezielt einzelne Betroffene an.

Rechtsschutzversicherte: einfacher Weg zur Beauftragung

Viele Arbeitnehmer haben eine Rechtsschutzversicherung, die arbeitsrechtliche Streitigkeiten abdeckt. Für sie ist die wichtigste Frage nicht „Was kostet das?“, sondern „Wie schnell kann ich anfangen?“. Machen Sie es einfach: Erklären Sie auf der Website, dass Sie die Deckungsanfrage übernehmen, fragen Sie im Kontaktweg freiwillig nach der Versicherung und nennen Sie die Unterlagen, die Sie brauchen – Kündigungsschreiben, Arbeitsvertrag, letzte Gehaltsabrechnungen, Versicherungsnummer. Je klarer dieser Ablauf beschrieben ist, desto niedriger ist die Hemmschwelle zum ersten Anruf.

Gesichter zeigen: kurze Videos aus der Kanzlei

Wer nach einer Kündigung verunsichert ist, möchte wissen, mit wem er spricht. Ein kurzes Video, in dem eine Anwältin in zwei Minuten erklärt, was nach einer Kündigung zu tun ist, schafft oft mehr Vertrauen als jeder Text. Es muss nicht professionell produziert sein: ein ruhiger Raum, gutes Licht, ein Smartphone mit Stativ und ein klarer Gedanke pro Video genügen. Binden Sie Videos so ein, dass sie erst nach einem Klick geladen werden – das schont Ladezeit und Datenschutz.

Ihr 90-Tage-Plan

ZeitraumAufgabenKosten
Woche 1Google-Profil prüfen: Kategorie, Leistungen, Öffnungszeiten, TelefonOhne Werbebudget
Woche 2Erreichbarkeit klären: Wer nimmt Anrufe an? Rückrufzeiten festlegenOhne Werbebudget
Woche 3–4Hauptseite Arbeitsrecht überarbeiten, Drei-Wochen-Frist prominentOhne Werbebudget
Monat 2Suchkampagne „Kündigung“ starten, Suchbegriffbericht täglich prüfenBudget nötig
Monat 2Kernseiten Kündigung, Abfindung, Aufhebungsvertrag schreibenOhne Werbebudget
Monat 3Abfindungs- oder Fristenrechner veröffentlichenZeit oder Budget nötig
Monat 3Microsoft Ads per Import ergänzenBudget nötig
LaufendSearch Console, Profil-Leistung, Kosten pro Anfrage prüfenOhne Werbebudget

Häufige Fragen zum Marketing im Arbeitsrecht

Lohnen sich Google Ads im Arbeitsrecht trotz hoher Klickpreise?

Oft ja, weil die Suchenden dringend Hilfe brauchen und der Wert eines Mandats hoch sein kann. Entscheidend sind enge Suchbegriffe, gute ausschließende Begriffe, eine passende Landingpage und echte Erreichbarkeit.

Soll ich Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichzeitig ansprechen?

Das ist möglich, aber trennen Sie beide Zielgruppen klar: eigene Seiten, eigene Anzeigen, eigene Sprache. Prüfen Sie außerdem sorgfältig mögliche Interessenkonflikte.

Wie wichtig ist Erreichbarkeit am Wochenende?

Sehr wichtig. Viele Kündigungen kommen gegen Ende der Woche an, und die Suche beginnt sofort. Schon eine Rückrufbitte mit verlässlicher Antwort am Montagmorgen hilft.

Darf ich einen Abfindungsrechner anbieten?

Ja, als Orientierung. Kennzeichnen Sie klar, dass die Faustformel keinen Anspruch begründet und die Prüfung im Einzelfall nicht ersetzt.

Welche Inhalte bringen die meisten Anfragen?

Erfahrungsgemäß die zur Kündigung, zur Drei-Wochen-Frist und zur Abfindung. Diese Fragen sind dringend und führen direkt zum Anruf.

Quellen