# Die Kanzlei-Website: Aufbau, Pflichtangaben, Technik

> Was eine gute Kanzlei-Website braucht: klare Struktur, vollständiges Impressum nach § 5 DDG, Angaben zur Berufshaftpflicht, schnelle Ladezeiten, Datenschutz ohne Cookie-Chaos und Barrierefreiheit.

Quelle: https://anwaltsmarketing-hub.de/leistungen/website/  
Aktualisiert: 2026-10-11  
Autor: Miklós Bognár, Autor und Herausgeber, Geschäftsführer der Digital Ex Machina s.r.o.  
Herausgeber: Digital Ex Machina s.r.o.

**Das Wichtigste in 30 Sekunden**

- **Was es bringt:** Eine gute Website kann Besucher in Anfragen verwandeln. Alle anderen Kanäle führen hierher.
- **Was es kostet:** Mit einem Baukasten und eigener Zeit wenig, mit einer Agentur einmaliges Budget (Budget nötig). Laufende Kosten sind meist gering.
- **Worauf es ankommt:** klare Struktur, vollständige Pflichtangaben, schnelle Ladezeiten, Datenschutz ohne unnötige Cookies und gute Bedienbarkeit für alle.
- **Rechtlich wichtig:** Kanzleien haben zusätzliche Informationspflichten, etwa zur Kammer, zu den berufsrechtlichen Regelungen und zur Berufshaftpflichtversicherung.

## Was eine Kanzlei-Website leisten muss

Besucher kommen mit einem Problem und wenig Zeit. Innerhalb weniger Sekunden müssen sie drei Dinge erkennen: Hilft mir diese Kanzlei bei meinem Anliegen? Kann ich ihr vertrauen? Wie erreiche ich sie?

Daraus ergibt sich eine einfache Grundstruktur:

| Seite | Aufgabe |
| --- | --- |
| Startseite | Wer sind wir, wofür, wo? Direkter Weg zu den Rechtsgebieten und zum Kontakt |
| Rechtsgebiete | eine eigene Seite pro Schwerpunkt, mit Ansprechpartnern |
| Anwältinnen und Anwälte | ein Profil pro Person: Werdegang, Zulassung, Schwerpunkte, Foto |
| Kanzlei und Standort | Adresse, Anfahrt, Parken, Barrierefreiheit vor Ort, Öffnungszeiten |
| Ratgeber | Fachbeiträge zu häufigen Fragen, mit Autor und Datum |
| Kontakt | Telefon, E-Mail, Terminbuchung, Hinweis zur sicheren Übermittlung |
| Impressum, Datenschutz | vollständige Pflichtangaben |

**Was kostet das?**

Eine Website ist entweder Eigenleistung oder (Budget nötig). Baukästen sind günstig, kosten aber viel Zeit und stoßen bei Tempo und Datenschutz oft an Grenzen. Eine individuell entwickelte Website kostet einmalig mehr, läuft aber schneller und schlanker. Laufende Kosten für Hosting und Domain sind in beiden Fällen gering.

## Pflichtangaben: was Kanzleien zusätzlich angeben müssen

Für jede geschäftsmäßige Website gilt die Impressumspflicht nach [§ 5 DDG](https://www.gesetze-im-internet.de/ddg/__5.html) (Digitale-Dienste-Gesetz, früher Telemediengesetz). Die Angaben müssen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein.

Für reglementierte Berufe wie Rechtsanwälte verlangt § 5 Abs. 1 Nr. 5 DDG zusätzlich:

1. die **Kammer**, der Sie angehören,
2. die **gesetzliche Berufsbezeichnung** und den Staat, in dem sie verliehen wurde,
3. die **berufsrechtlichen Regelungen** und wie diese zugänglich sind – üblich ist ein Link auf die Seite der Bundesrechtsanwaltskammer.

Dazu kommt die Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung. Nach [§ 2 Abs. 1 Nr. 11 DL-InfoV](https://www.gesetze-im-internet.de/dlinfov/__2.html) müssen Sie Namen und Anschrift Ihres Berufshaftpflichtversicherers sowie den räumlichen Geltungsbereich der Versicherung angeben. Viele Kanzleien nehmen diese Angaben ins Impressum auf.

**Hinweis**

Wir erklären hier, worauf beim Aufbau einer Website zu achten ist. Die rechtliche Prüfung Ihres Impressums ist Ihre eigene Fachkompetenz – oder die einer Kollegin mit Schwerpunkt IT-Recht.

## Datenschutz ohne Cookie-Chaos

Viele Websites zeigen beim ersten Besuch ein großes Banner. Der Grund: Wer Informationen auf dem Gerät der Besucher speichert oder ausliest, braucht dafür grundsätzlich eine Einwilligung. Ausnahme ist, was unbedingt erforderlich ist, damit ein ausdrücklich gewünschter Dienst funktioniert ([§ 25 TDDDG](https://www.gesetze-im-internet.de/ttdsg/__25.html)).

Für Kanzleien gibt es einen einfachen Weg: auf alles verzichten, was eine Einwilligung braucht. Das heißt konkret:

- **Schriften lokal einbinden.** Werden Google Fonts direkt von Google-Servern geladen, wird die IP-Adresse der Besucher an Google übertragen. Das Landgericht München I hat dafür im Januar 2022 einem Besucher Schadensersatz zugesprochen und darauf verwiesen, dass die Schriften auch lokal hätten eingebunden werden können ([IHK zum Urteil des LG München I, Az. 3 O 17493/20](https://www.ihk.de/bergische/recht-und-steuern/wettbewerbsrecht/google-fonts-5646176)).
- **Keine eingebetteten Fremdinhalte ohne Not.** Videos und Karten erst nach einem Klick laden oder als Link anbieten.
- **Statistik ohne Cookies.** Es gibt Statistiklösungen, die ohne Cookies auskommen. Mehr dazu unter [Technisches Setup und Messung](https://anwaltsmarketing-hub.de/leistungen/technik/).

Das Ergebnis: kein Banner, schnellere Seiten und ein Signal an Besucher, dass Sie mit Daten sorgfältig umgehen. Das passt zu einer Kanzlei.

## Tempo: warum jede Sekunde zählt

Wer mit dem Handy sucht, wartet nicht. Google misst die Nutzererfahrung mit den Core Web Vitals. Als „gut“ gelten nach Googles Angaben ([web.dev: Web Vitals](https://web.dev/articles/vitals?hl=de)):

| Messwert | Bedeutung | Gut |
| --- | --- | --- |
| Largest Contentful Paint (LCP) | Wann ist der Hauptinhalt sichtbar? | höchstens 2,5 Sekunden |
| Interaction to Next Paint (INP) | Wie schnell reagiert die Seite auf Eingaben? | höchstens 200 Millisekunden |
| Cumulative Layout Shift (CLS) | Verspringt der Inhalt beim Laden? | höchstens 0,1 |

Google empfiehlt gute Werte und berücksichtigt sie in seinen Ranking-Systemen ([Google: Core Web Vitals und Suchergebnisse](https://developers.google.com/search/docs/appearance/core-web-vitals?hl=de)). Ihre eigenen Werte prüfen Sie kostenlos mit [PageSpeed Insights](https://pagespeed.web.dev/).

Die häufigsten Bremsen: riesige Fotos, zu viele Plugins, eingebettete Videos und externe Skripte. Bilder im modernen WebP-Format und eine schlanke Technik bringen oft mehr als jedes Optimierungs-Plugin.

## Barrierefreiheit: Pflicht oder Kür?

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es erfasst unter anderem „Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr“ ([BFSG § 1](https://www.gesetze-im-internet.de/bfsg/__1.html)). Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind ausgenommen: weniger als zehn Beschäftigte und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme ([BFSG § 3](https://www.gesetze-im-internet.de/bfsg/__3.html)).

Ob eine typische Kanzlei-Website darunter fällt, beantworten die offiziellen Quellen nicht ausdrücklich. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit knüpft an Dienstleistungen an, die Verbraucher im Hinblick auf den Abschluss eines Verbrauchervertrags auf individuelle Anfrage erhalten ([Bundesfachstelle: FAQ elektronischer Geschäftsverkehr](https://www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de/DE/Barrierefreiheitsstaerkungsgesetz/FAQ-elektronischer-Geschaeftsverkehr/faq-elektronischer-Geschaeftsverkehr_node)). Eine reine Informationsseite dürfte demnach eher nicht erfasst sein. Anders kann es aussehen, wenn Verbraucher online Termine buchen, Beratungen bestellen oder Verträge schließen. Die Einordnung im Einzelfall nehmen Sie als Juristin oder Jurist am besten selbst vor.

Unsere Empfehlung ist trotzdem eindeutig: Bauen Sie barrierearm. Der internationale Standard dafür sind die [Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2](https://www.w3.org/TR/WCAG22/) mit den vier Prinzipien wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust. Menschen mit Sehschwäche, ältere Mandanten und alle, die unterwegs am Handy lesen, profitieren davon. Dieses Portal ist selbst nach diesen Grundsätzen gebaut.

Schnell umsetzbar sind:

- ausreichender Kontrast zwischen Text und Hintergrund,
- Bedienung komplett per Tastatur möglich,
- Alternativtexte für Bilder,
- klare Überschriften-Hierarchie,
- Schriftgröße, die sich vergrößern lässt, ohne dass die Seite zerfällt.

## Sicherheit: HTTPS und mehr

Eine Kanzlei-Website muss verschlüsselt über HTTPS laufen. Die meisten Hoster bieten kostenlose Zertifikate an. Zusätzlich sorgt der Sicherheits-Header HSTS dafür, dass Browser die Seite nur noch verschlüsselt aufrufen ([MDN: Strict-Transport-Security](https://developer.mozilla.org/de/docs/Web/HTTP/Reference/Headers/Strict-Transport-Security)). Weitere empfehlenswerte Header beschreibt das [OWASP Secure Headers Project](https://owasp.org/www-project-secure-headers/).

Denken Sie außerdem an regelmäßige Updates des Systems, Sicherungskopien und starke Passwörter mit Zwei-Faktor-Anmeldung. Für Kontaktformulare gilt: Mandanten sollten keine vertraulichen Unterlagen ungeschützt über ein einfaches Formular senden. Ein kurzer Hinweis auf sichere Übermittlungswege schafft Vertrauen.

## Anwaltsprofile: das unterschätzte Vertrauenssignal

Mandanten beauftragen Menschen, nicht Logos. Ein gutes Profil enthält:

- ein aktuelles, professionelles Foto,
- Werdegang und Zulassungsjahr,
- Fachanwaltstitel nur, wenn verliehen; Tätigkeitsschwerpunkte nur mit nachweisbaren Kenntnissen ([§ 7 BORA](https://www.brak.de/fileadmin/02_fuer_anwaelte/berufsrecht/033-BORA_Stand_01.12.2025.pdf)),
- Sprachen, Veröffentlichungen, Vorträge, Mitgliedschaften,
- Links auf die eigenen Fachbeiträge.

Diese Angaben helfen nicht nur Menschen. Mit strukturierten Daten können Sie Suchmaschinen und KI-Systemen zeigen, wer zur Kanzlei gehört und welche Schwerpunkte die Personen haben.

## Checkliste für Ihre Website

1. Eine Seite pro Rechtsgebiet, ein Profil pro Anwältin und Anwalt
2. Impressum mit Kammer, Berufsbezeichnung und berufsrechtlichen Regelungen
3. Angaben zum Berufshaftpflichtversicherer
4. Datenschutzerklärung, die zur tatsächlichen Technik passt
5. Schriften lokal, keine unnötigen Fremdinhalte, keine überflüssigen Cookies
6. Core Web Vitals im grünen Bereich, auf dem Handy getestet
7. HTTPS, HSTS und regelmäßige Updates
8. Kontrast, Tastaturbedienung, Alternativtexte, klare Überschriften
9. Telefonnummer auf dem Handy anklickbar, Kontakt von jeder Seite erreichbar
10. Fachbeiträge mit Autor und Prüfdatum

## Häufige Fragen zur Kanzlei-Website

### Baukasten oder individuelle Entwicklung?
Ein Baukasten ist schnell gestartet und günstig. Bei Tempo, Datenschutz und Flexibilität stößt er aber oft an Grenzen. Eine individuelle Website lohnt sich, wenn die Website ein wichtiger Kanal für neue Mandate werden soll.

### Was gehört ins Impressum einer Kanzlei?
Neben den allgemeinen Angaben nach § 5 DDG die Kammer, die Berufsbezeichnung mit verleihendem Staat und die berufsrechtlichen Regelungen. Hinzu kommen die Angaben zum Berufshaftpflichtversicherer nach der DL-InfoV.

### Brauche ich ein Cookie-Banner?
Nur, wenn Ihre Website Informationen auf dem Gerät der Besucher speichert oder ausliest, die nicht unbedingt erforderlich sind. Wer auf solche Techniken verzichtet, braucht in der Regel kein Banner.

### Gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für meine Kanzlei?
Das hängt vom Angebot ab und davon, ob Ihre Kanzlei als Kleinstunternehmen ausgenommen ist. Reine Informationsseiten dürften eher nicht erfasst sein, Online-Buchungen oder Vertragsschlüsse können es ändern. Barrierearm zu bauen, lohnt sich in jedem Fall.

### Wie schnell muss meine Website sein?
Als gut gelten laut Google ein sichtbarer Hauptinhalt nach höchstens 2,5 Sekunden, eine Reaktion auf Eingaben in höchstens 200 Millisekunden und kaum verspringende Inhalte.

> **Unterstützung bei der Website gesucht?**
> erstrebenswerk GmbH ist ein unabhängiger Umsetzungspartner für Kanzleien (Websites mit TYPO3, SEO, lokale Sichtbarkeit, KI-Suche). Jedes Projekt wird individuell abgestimmt und angeboten. Für die Inhalte dieses Portals ist allein der Betreiber verantwortlich.
> E-Mail: info@erstrebenswerk.de – Telefon: 06353 9896 371 – https://anwaltsmarketing-hub.de/erstrebenswerk/

## Quellen

- [§ 5 DDG – Allgemeine Informationspflichten](https://www.gesetze-im-internet.de/ddg/__5.html), [§ 2 DL-InfoV](https://www.gesetze-im-internet.de/dlinfov/__2.html), [§ 25 TDDDG](https://www.gesetze-im-internet.de/ttdsg/__25.html), Bundesministerium der Justiz
- [BFSG § 1](https://www.gesetze-im-internet.de/bfsg/__1.html) und [§ 3](https://www.gesetze-im-internet.de/bfsg/__3.html), Bundesministerium der Justiz
- [FAQ elektronischer Geschäftsverkehr](https://www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de/DE/Barrierefreiheitsstaerkungsgesetz/FAQ-elektronischer-Geschaeftsverkehr/faq-elektronischer-Geschaeftsverkehr_node), Bundesfachstelle Barrierefreiheit
- [Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2](https://www.w3.org/TR/WCAG22/), W3C
- [Web Vitals](https://web.dev/articles/vitals?hl=de), web.dev, und [Core Web Vitals und Google-Suchergebnisse](https://developers.google.com/search/docs/appearance/core-web-vitals?hl=de), Google Search Central
- [PageSpeed Insights](https://pagespeed.web.dev/), Google
- [Google Fonts – Urteil des LG München I](https://www.ihk.de/bergische/recht-und-steuern/wettbewerbsrecht/google-fonts-5646176), IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid
- [Strict-Transport-Security](https://developer.mozilla.org/de/docs/Web/HTTP/Reference/Headers/Strict-Transport-Security), MDN; [Secure Headers Project](https://owasp.org/www-project-secure-headers/), OWASP
- [Berufsordnung für Rechtsanwälte, Stand 1. Dezember 2025](https://www.brak.de/fileadmin/02_fuer_anwaelte/berufsrecht/033-BORA_Stand_01.12.2025.pdf), Bundesrechtsanwaltskammer

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- [Die häufigsten Fehler auf Kanzlei-Websites](https://anwaltsmarketing-hub.de/wissen/fehler-kanzlei-website.md): Zehn Schwachstellen, die Anfragen kosten – und wie Sie jede davon mit wenig Aufwand beheben.
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